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Biologisches Zentrum

Umweltbildung im Kreis Coesfeld

Insekten fördern im naturnahen Garten

Stauden und Gehölze im insektenfreundlichen Garten

  Infoblatt zum insektenfreundlichen Garten - das Infoblatt wird laufend ergänzt.

Insektenfreundlicher Garten im Sommer



Mit den zahlreichen Heckenrosenarten und ungefüllten Rosen ist der Tisch im Sommer für Bienen reich gedeckt. Die weiße Ramblerrose Seagull ist beispielsweise während der Blüte ein Bienenparadies. Die Früchte der Rosengewächse dienen im Herbst vielen Tierarten als Nahrung und Vögel finden in Hecken- oder Kletterrosen gut geschützte Brutplätze.



Blutweiderich (Lythrum salicaria) wächst als einheimische Wildstaude an Gräben und Teichen. Im Sommer locht er Schmetterlinge, Bienen und Hummeln an. Mit seiner Hohe von bis zu 2 m und der langen Blühzeit ist er auch im Garten gut zu verwenden.



Zierlauch-Sorten haben in den letzten Jahren vermehrt Einzug in unsere Gärten gehalten. Es stehen unterschieldich hoch wachsende Sorten in Blütenfarben von weiß bis dunkel-lila zur Verfügung, die sich dekorativ zwischen anderen Stauden emporstrecken. WIe seine Verwandten aus dem Gemüse- und Kräuterbeet lockt auch der blühende Zierlauch Bienen und Hummeln an.

Insektenfreundlicher Garten im Frühsommer



Blühende Laucharten sind schön anzusehen und locken zudem Bienen und Hummeln, hier eine Steinhummel auf einer Winterhecken-Blüte, heran. Gute Insektenpflanzen sind nicht nur Schnittlauch, Zwiebel, Knoblauch oder Winterhecke, sondern auch der in vielen Sorten verfügbare Zierlauch.



Die Blüte des Rhabarbers ist äußerst attraktiv. Es lohnt sich, einige Pflanzen nach der Ernte blühen zu lassen. Die Blüten werden von Bienen, Fliegen und Wanzen, wie hier der Lederwanze, besucht. Auch andere Gemüse wie Salat, Rettich oder Kohl bringen blühend Farbe und insektenfutter ins Gemüsebeet.



Flockenblumen (Gattungen Centaurea und Cyanus) sind Nektar- und Pollenspender für alle blütenbesuchenden Insektenarten. Die blaublühende Kulturform (Cyanus montana) wird fälschlicherweise oft Kornblume genannt. Die Wildformen, z.B. die Wiesen-FLockenblume Centaurea jacea, werden durch intensive Düngung von den Wiesen verdrängt.



Katzenminzen (Nepeta spec.) sind beliebte und langlebige Gartenstauden mit langer Blühphase. Sie werden intensiv von Bienen, Hummeln und Wildbienen beflogen. In Gärtnereien sind Sorten mit unterschiedlichen Wuchshöhen und Blütenfarben erhältlich.



Doldenblütler wie der Wiesen-Bärenklau locken Bienen, Fliegen, Schmetterlinge und Weichkäfer an. Hier ist ein Landkärtchen neben einer Biene zu sehen.

Insektenfreundlicher Garten im Frühling



Das Silberblatt (Lunaria annua), auch Mondviole genannt, ist anders, als der lateinische Name angibt, eine zweijährige Pflanze. Einmal im Garten, sät sie sich selbsständig aus, ohne stark zu wuchern. Die Pflanze dient dem Aurorafalter als Raupen-Futterpflanze. Die Blüte wird von Schmetterlingen und Bienen besucht. Später im Jahr können die silbrigen Fruchtstände für die Floristik verwendet werden. Auch die noch grünen Fruchtstände der Pflanze sind dekorativ und für die Vase geeignet.


Geflecktes Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) blüht im Frühling in der Krautschicht unserer (Laub)wälder. In Staudengärtnereien sind auch züchterisch bearbeitete Sorten erhältlich. Wildbienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen nutzen das Nahrungsangebot der Blüten.

 

Der Großblütiger Beinwell (Symphytum grandiflorum) stammt aus der Kaukasusregion und ist als ausbreitungsfreudiger Bodendecker an halbschattigen Standorten im Garten zu verwenden. Wie beim Echten Beinwell wird die Blüte von Bienen und Hummeln besucht.